Glaubwürdigkeit bei der MPU
Viele Personen, die zu einer MPU müssen, denken nach wie vor, dass man beim ersten Mal sowieso durchfällt. Manche sind auch der Meinung es gäbe eine bestimmte Quote, die bestimmt, wie viele Personen durchfallen. Und manche Betroffene denken auch, es hängt von der Stimmung des MPU-Gutachters ab, ob man ein positives oder negatives Ergebnis erhält. All dies sind falsche Annahmen.
Wichtig für die Vorbereitung einer MPU ist eine kompetente Beratung, die einem dabei hilft, sich mit den Fragen, die einem vom Gutachter gestellt werden, auseinanderzusetzen. Fachleute, die sich mit der MPU-Vorbereitung auskennen, werden ihnen sagen, dass es nichts bringt, irgendetwas auswendig zu lernen und dies dem Gutachter als eigene Geschichte zu verkaufen. Die Gutachter sind geschulte Diplom-Psychologen, die merken das. Am Wichtigsten ist es, sich selbstkritisch mit sich auseinanderzusetzen.
Ein guter Berater wird zusammen mit ihnen erarbeiten, wie es zu dem Delikt oder ggf. zu den Delikten gekommen ist, welche Motive es gab, welche Lebenshintergründe eine Rolle gespielt haben, was sie in ihrem Leben ändern müssen oder bereits geändert haben, damit es nicht wieder zu einem solchen Vorkommnis kommt und vieles mehr. Wichtig ist es dabei, ehrlich zu dem Berater, aber auch zu sich selbst zu sein. Mit Lügen kommt man bei der MPU nicht weit. Bei Drogen- und Alkohol- MPU’s ist es zudem nötig Abstinenznachweise zur MPU mitzubringen. Das heißt, sie müssen über einen bestimmten Zeitraum entweder in unregelmäßigen Abständen Urin- Kontrollen durchführen oder sie geben Haarproben über eine bestimmte Länge ab.
In beiden Fällen ist es wichtig, dass sie nicht irgendwo hin gehen, sondern dass eine dafür akkreditierte, das heißt speziell für diesen Zweck bevollmächtigte Einrichtung die Kontrollen durchführt. Sonst sind Abstinenznachweise für die MPU nicht verwendbar. Auch für die Bestimmung des Zeitraums der Abstinenznachweise brauchen sie die Unterstützung eines Fachmannes. Nur ein solcher kann dies beurteilen.